Friedensforum Lahr

2. Dezember 2016

Lichterkette für Frieden

Seit Beginn dieses Jahres gab es in immer dichterer Folge Nachrichten, die es als zwingend erscheinen lassen, gegen Aufrüstung, gegen militärische Provokationen, gegen die zunehmende Zahl von Kriegen und militärischen Konflikten weltweit und für Frieden auf die Straße zu gehen.

Im Oktober wurde bekannt, daß Deutschland innerhalb von zwölf Monaten den Export von Munition verzehnfacht hat. Wirtschafts-Minister und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel muß erneut einen Rüstungsexport-Bericht veröffentlichen, der seine Versprechungen aus dem Wahlkampf 2013 Lügen straft. Auch die deutschen Rüstungs-Exporte in Krisenregionen haben zugenommen.

Die NATO hat ihre militärischen Provokationen in Osteuropa ausgeweitet. So wurden beispielsweise Mitte November 6000 Soldaten nach Polen entsandt. Auch Aggressionen von russischer Seite können nicht das Spiel mit dem Risiko eines Atom-Kriegs rechtfertigen. Entgegen einem Beschluß des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2010 lagern immer noch US-amerikanische Atombomben im rheinland-pfälzischen Büchel. Die Bundeswehr übt den Abwurf der Atombomben im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO.

Der nun schon über drei Jahre währende Syrien-Krieg und die fortgesetzten militärischen Konflikte in Afghanistan, im Irak, in der Ukraine und in Libyen machen deutlich, daß eine Wende weg von der kriegerischen Ausrichtung Deutschland und hin zu einer aktiven Friedenspolitik immer dringlicher wird.

Lichterkette für Frieden, Lahr, 2.12.2016 - Foto: Michael Hitzel - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Das Friedensforum möchte erneut an Folgendes erinnern:

  • Die weit überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung ist gegen Krieg und Terror

  • Nur Frieden – weltweit – kann wirklichen Wohlstand für alle bringen, statt dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet

  • Nur Frieden kann echte Gerechtigkeit und Demokratie hervorbringen

  • Hinter den vorgeschobenen Kriegsgründen steht die Profit- und Machtgier von verhältnismäßig wenigen Menschen

  • Krieg und Terror zerstören und verstören: Menschen, Tiere, Umwelt, Wohnungen, Kulturgüter...